Unser Pflegemodell

Anwendung findet bei uns neben dem Modell der "Aktivitäten, sozialen Beziehungen und existentiellen Erfahrungen des täglichen Lebens", den ABEDL, nach Monika Krohwinkel, die integrative Validation nach Richard (IVA) Ziel ist, die noch vorhandenen Ressourcen der Hirnleistungen zu nutzen, mit diesen zu arbeiten und den betroffenen Patienten mit seinen Gefühlen und Antrieben ernst zu nehmen.

 

Die Kommunikation greift den emotionalen Gehalt einer Aussage oder eines Verhaltens des zu Pflegenden auf und validiert, d. h. erklärt das dahinterstehende Gefühl für gültig und erkennt es an, ohne zu bewerten, zu analysieren oder zu korrigieren. Die Pflegenden benennen durch validierende Sätze das Gefühl, das der demente Mensch spürt, und begegnen ihm mit Äußerungen, die er versteht. So wird versucht, Vertrauen und Nähe herzustellen, um konkrete Konfliktsituationen des Pflegealltags zu entschärfen

Die integrative Validation wurde in den 1990er Jahren unter Einbindung einer fünf Jahre tätigen Bundesarbeitsgruppe von der Diplom-Psychogerontologin Nicole Richard konzipiert. Sie unterscheidet sich deutlich von der Validation nach Naomi Feil und kann als deren methodische Weiterentwicklung unter Berücksichtigung der deutschen Rahmenbedingungen betrachtet werden.

 

Inhaltlich hat sich Richard dabei von den psychoanalytisch und entwicklungspsychologisch geprägten Annahmen Feils gelöst und einen eher praxisorientierten und pragmatischen statt deutenden Ansatz entwickelt.

Zugleich wurden in die IVA auch Anteile anderer therapeutischer Konzepte integriert, etwa der Biografiearbeit.

 

IVA eignet sich deshalb sehr gut in der praktischen Umsetzung als Kombination mit anderen Konzepten, deren Ansatz sich ebenfalls an den Ressourcen orientiert, und auf der Grundlage der Biografie ausgerichtet ist.

 

Unser Ziel ist es, Menschen, die bei uns leben, individuell und bedürfnisorientiert zu unterstützen und zu fördern. Damit soll ihre größtmögliche Selbstständigkeit erhalten bleiben.

 

Deshalb arbeiten bei uns die Berufsgruppen Pflege und Soziales Leben besonders eng zusammen. Dieses Erfolgskonzept wollen wir auch in Zukunft weiterführen.

 

 

Stationäre Pflege

Die stationäre Pflege richtet sich an Menschen, die von ihren Angehörigen oder einem ambulanten Pflegedienst zu Hause nicht mehr gepflegt und betreut werden können und ggf. Tages- und Nachtpflege nicht mehr ausreichend ist.

 

Die Kosten übernehmen teilweise die Pflegekassen in unterschiedlicher Höhe je nach der Grad der Pflegebedürftigkeit. Es handelt sich bei den Beträgen um Höchstbeträge. Entstehen höhere Kosten, muss der Pflegebedürftige diese selbst bezahlen oder Sozialhilfe in Anspruch nehmen (SGB XII § 61)

 

Wir bieten schwer- und schwerstpflegebedürftigen Menschen ein Zuhause, mit dem Ziel, dass sie sich schnellst möglich "Daheim" fühlen können. Neben den professionellen und individuell abgestimmten Pflegeverrichtungen legen wir besonders großen Wert darauf, dass sie sich bei uns wohlfühlen. Die Aufgabe unserer Pflegekräfte ist es, die Bewohner unseres Hauses gemäß ihrem Gesundheitszustand und ihrer persönlichen Bedürfnisse zu pflegen und zu betreuen. Der Erhalt und die Förderung körperlicher und geistiger Fähigkeiten sind dabei ebenso wichtig wie die emotionale, empathische Begleitung.

 

Die Pflege und Betreuung orientiert sich an der Ganzheitlichkeit des Menschen. Wir achten darauf, dass die Würde der zum Teil hochbetagten Menschen bewahrt bleibt und sie möglichst viele Verrichtungen selbstständig erledigen können. Die Ziele der Pflege werden soweit möglich mit dem Bewohner und dessen Angehörigen zusammen festgelegt, der Tagesrhythmus wird selbstverständlich weitgehend von ihnen mitbestimmt.

 

Unsere interne Begegnungsstätte (Café Restaurant "Harmonie") bietet täglich die Möglichkeit an Veranstaltungen teilzunehmen. Wir freuen uns immer, wenn Angehörige, Freunde und Bekannte einen engen Kontakt zu ihrer Mutter, dem Vater, der Freundin, der Nachbarin etc. halten. Besuche können durchgängig stattfinden. Sie erhalten auf Anfrage eine Schlüsselkarte, mit der Sie jederzeit Zutritt zum Haus haben. Gerne können Sie auch gemeinsam mit Ihren Lieben die Mahlzeiten in unserem Restaurant einnehmen.

 

Neben den weitgefassten Essenszeiten entscheiden Sie, ganz wie zu Hause, wann und wo Sie Ihre Mahlzeiten einnehmen möchten.

Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege

Möchten Sie auch mal wieder Urlaub machen, sich erholen?

 

Die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege dienen dazu, pflegende Angehörige zeitweise von den pflegerischen Aufgaben zu entlasten. Der pflegebedürftige Mensch wird vorübergehend in einer vollstationären Einrichtung versorgt und betreut. Damit Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

 

 

Kurzzeitpflege (Quelle: § 42 SGBXI)

 

Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 Anspruch auf Pflege in einer vollstationären Einrichtung.

 

Dies gilt:

  • für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung des Pflegebedürftigen oder
  • in sonstigen Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist.

 

Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf acht Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Aufwendungen einschließlich der Aufwendungen für Betreuung sowie die Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege bis zu dem Gesamtbetrag von 1 612 Euro im Kalenderjahr. Der Leistungsbetrag nach Satz 2 kann um bis zu 1 612 Euro aus noch nicht in Anspruch genommenen Mitteln der Verhinderungspflege nach § 39 Absatz 1 Satz 3 auf insgesamt bis zu 3 224 Euro im Kalenderjahr erhöht werden.

 

 

Verhinderungspflege (Quelle: § 39 SGB XI )

 

Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die nachgewiesenen Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr; § 34 Absatz 2 Satz 1 gilt nicht. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderung mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat und der Pflegebedürftige zum Zeitpunkt der Verhinderung mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft ist. Die Aufwendungen der Pflegekasse können sich im Kalenderjahr auf bis zu 1 612 Euro belaufen, wenn die Ersatzpflege durch andere Pflegepersonen sichergestellt wird als solche, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grade verwandt oder verschwägert sind oder die mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben.

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